Steven H. Bell



HABEN!

Hätte ich Flügel, würde ich abstürzen.
Hätte ich Beine, würde ich stolpern.
Hätte ich Augen, wäre ich blind.
Hätte ich Atem, würde ich ersticken.
Hätte ich die Liebe meines Lebens, würde ich sie verlieren!
Hätte ich doch nur.....................

1830H
210201
s.h.bell
for maxx


VERLANGEN!

Die Nähe die ich einst spürte, fehlt mir wie einem Gefangenen die Freiheit.
Dein Lächeln hat mich immer wieder hochgeholt, aus jedem Loch in das ich stürzte.
Jetzt bin ich schon seit Monaten ohne dich, mein Gesicht gleicht dem eines Gestrandeten.
Tief sind die Narben die ich in mir trage, mein Leben tropft aus meinen Aderen.
Ich kann sie nicht stillen die Blutung, mein Verlangen nach dir und deinen Armen,
so warm wie die Sonne auf Erden, glich dein Streicheln.
Ich konnte dir alles anvertrauen, und verschwendete nicht einen Gedanken du könntest mich verraten.

Mein Verlangen nach dir, unstillbar wie der Durst eines Wüstenwanderes.
Unabdrängbar, wie ein Lachs im Fluß.
Kann weder lachen, noch weinen, noch glücklich sein mit Geldscheinen.
Ein Leben ohne dich, ist undenkbar wie ein Tag ohne Luft!
Ich würde vergehen wie jeder Mensch ohne Licht!

Verlangen, ist es die Nähe die mir fehlt?
Deine Augen, in denen ich mich immer verlor?
Verlange ich deinen Körper?
Oder deinen Geist?
Doch ist es nicht das die Kombination aus beidem?
Schatten und Licht, Mond und Sterne auf ewig
Unzertrennlich, so soll es auch mit uns sein!

steven h. bell
23022001
2130H


LEER!

Diese innere Leere, kann ich sie je besiegen?
Nichts ist mehr von Bedeutung, wie die Blätter im Herbst, segeln meine Worte in das unendliche Nichts.
Unwiderruflich, nicht gehört, nicht verstanden, leere sie treibt mich in den Wahn.
Ob ich meine Karte zu mir selbst, noch in diesem Leben fertig zeichnen kann?
Verlangte es von anderen, und bin selbst mit Kompaß verloren gegangen!

1910H
210201
s.h.bell


ERLEUCHTUNG

In Gedanken immer noch bei dir, es schmerzt sehr, wie ein Stoss von einem wild gewordenem Stier.
Doch weiß ich längst, ich war, und bin der jenige an dem es hängt,
doch ist es nicht unser beider Herzen die es kränkt?
Und uns in unserem Handeln einschränkt?
Gedanken verloren an den Schranken meines verbalen Organs, drifte ich dahin,
und sage zu mir ich glaube ich bin! Doch was bin ich?
Dachte ich wüßte es, doch ohne dich, bin ich ein Schaf, Ewigkeiten von seiner Herde weg.
Ob zu mir durch dringt, je der Lichtstrahl der Erleuchtung?

s.h.bell
26022001
1327H


ICH UND DU - WIR?!

Tanzend wie lodernde Flammen, sind meine Herzklappen, wenn sich meine Lippen formen,
um mit dir zu reden.
Kaum mächtig deinen Blicken zu wiederstehen.
Selbst wenn ich sie versuche zu übergehen.
Läßt mich das im Regen stehen.
Die Vertrautheit deiner Seele, ist es die mich bindet an dich,
solange bis es endlich mitten in mein Herz sticht, und mein Lebenslicht erlicht!
Doch bis zu diesem Tage, bist du es ohne Frage, die ich in meinem Herzen trage!

s.h.bell
1339H
26022001
für maxx


TRAUER TRÄNEN!

Tränen lügen nicht sagt man! Wie oft sie
sich schon in meinen Augen formten, da
du mir so sehr fehlst, kann ich nicht
mehr sagen, und will es nun doch
wagen! Tausend Worte, tausend Frauen,
keine glich sich nur im geringsten, habe
nicht verglichen doch, keine gab mir
auch nur im geringsten das Gefühl das
du mir gabst! Nie habe ich meine Augen
so sehr in Tränen gebadet, wie in dem
Moment als mir klar wurde, nun ist es
aus. Ich ging in mich rein und verschloß
die Pein, doch nur ein Jahr später merkte
ich, es geht ohne dich nicht. Doch ist die
Tür nun verschlossen, und der Schlüssel
weggeworfen. Also ist mein Kopf nachts
immer noch gebettet auf einem Tränen
Kissen. Ohne das es die anderen wissen!

s.h.bell
1928H
02032001
for maxx


MANCHMAL!

Manchmal, wenn es ganz leise ist
höre ich noch immer deinen Atem.
Manchmal, wenn es ganz dunkel ist
sehe ich noch immer deine
strahlenden Augen funkeln.
Manchmal, wenn es ganz laut ist
höre ich dennoch deine Stimme.
Manchmal, wenn die Sonne scheint,
und mich blendet, sehe ich dich. Ich
wünschte manchmal ich wäre
manchmal ein anderer, um dich
immer noch bei mir zu haben, und
deine Nähe mein nennen zu dürfen,
wäre ich doch nur manchmal...

s.h.bell
02032001
1916H
for maxx


GastautorInnen bei "wortgetreu"