Marion Schüller
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Gedichte


SEHNSUCHT

Ich wünschte, ich wäre es,
ich kann es kaum erwarten, es zu sein,
es macht mich verrückt, abwarten zu müssen.
Damit ich nicht auf glühenden Kohlen sitzen muß,
trete ich von einem Fuß auf den anderen,
und erhoffe, mich mit ihr wappnen zu können.
Ich werde umhergetrieben auf der fieberhaften Suche nach ihr,
ich irre hektisch umher, sie zu finden,
hastig öffne ich alle Nervenbündel,
da die Sicherungen durchbrennen.
Das Herz schlägt mir bis zum Hals,
die Hummeln geraten außer Fassung.
Kopflos eile ich ganz aus dem Häuschen
bis ich am Ende mit ihr bin.
... die Geduld!




MORDGEDANKEN

Sie loszuwerden, ein für alle mal,
ist mir schon oft in den Sinn gekommen.
Nur wie? Verdammtes Nur!
...
Wie sie dasitzt, die Arme verschränkt
und mich anstarrend ...
lauernd auf ein Zeichen meiner Schwäche.
Ich habe nur einen Gedanken:
...
Ihr die Luft abzuschnüren,
die Hände um ihren Hals zu legen
und langsam, ganz langsam zuzudrücken.
...
Sie zu würgen, sie zu ersticken,
sie auszulöschen
... meine verdammte Neugier!




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