Jochen M.



S I E  DIE LIEBE

Einsam, wie ein ungeträumter Traum, gebückt und gram,
sitzt SIE an des Lebens Wegesrand
Lange Zeit man weiß es kaum, leise,
fast unmerkbar SIE aus unserem Leben schwand
Von der Last des Tages gefressen,
folgten wir suchend dem heftig schwingenden Lebensband
Von der Jugend Eitelkeit besessen,
verloren wir SIE weit hinter uns in einem fernen Land
So einfach schien das Leben vereint zu sein,
doch verlief es sich wie eine Spur im Sand
Manchmal hören wir SIE in der Stille,
wenn SIE weint, denn unser Herz nur Leer SIE fand
Längst haben wir vergessen wann
und in welchem fernen Land SIE dort einst verschwand
Wissen auch kein zurück mehr, schon so weit entfernt,
wie könnten wir ihr reichen die Hand

Jm 2000


EINSAMKEIT

Wie immer nagt die Einsamkeit an mir
War schon immer so, auch in der Zeit mit dir
Gut es gab Augenblicke in denen ich es vergaß
Aber jetzt, sitzt sie hier bei mir und - was
fange ich an allein mit ihr?
Einsamkeit geh fort von mir!
Halt warte, warte, nein.......

Jetzt bin ich ganz allein.

Jm 1980


EIN WENIG GLÜCK

Ein wenig Glück war es was SIE vom Leben eigentlich nur wollten
Die Wellen des Lebens unverhofft an IHREN Liebesstrand rollten
Und so Stück für Stück IHRER Liebe den Lebensraum sie raubten
SIE würden dem dort draußen schon standhalten, SIE glaubten
Dort am Horizont würde das Glück IHNEN immer noch winken
Aber diese Wellen so manches Lebensschiff brachten zum sinken
Sich den Problemen stellen und kämpfen, die anderen IHNEN rieten
Es wird schon alles gut, solange wir uns lieben, SIE sich ruhig verhielten
So die Fahrt auf das unbekannte Meer hinaus SIE nicht recht wagten
Und so mussten SIE sehen wie SIE am Ende dann schließlich versagten

Jm 2000



GastautorInnen bei "wortgetreu"