Sabine B. stellt "wortgetreu" vor ...




Gedichte


Für immer und ewig
Halt mich
Natürliches Glücklichsein
Vollmond
Hoffnungsschimmer
Ausnahmebestätigung
Einsicht I
Einsicht II
Leider
Zeitlos
Wolkenbruch
Festung
Eissplitter
Eingeäschert
Gedankenlos
Sehnsuchtsvoll
Wie eine Krankheit
Lichtblick
Und es lebt doch ...
Lebenstanz
Oase
Ouvertüre
Tanze und tanze und tanze ...
Jahreszeitenwechsel
... so jungfräulich
Lebenskraft
Endlich I
Endlich II
Abschied für immer
Turm
Erregung
Weihnachtszeit - Besinnungszeit
Traurigkeit
Ohne Sinn
Kerzenschein
Freier Fall
Nur noch Rauschen ...
Unendliche Weite
Eintauchen in Vergangenes
Sommernachtstraum
Liebesglück
Grausames Grau
Herbstzeitlose



Für immer und ewig

Das Wasser des Flusses fließt
so wie gestern,
so wie heute,
so wie morgen:
mal ruhig, mal stürmisch -
immerfort.
Es ist wie mit meiner Liebe.
Sie fließt zu Dir
so wie gestern,
so wie heute,
so wie morgen:
mal ruhig, mal stürmisch -
wie der Fluß
der fließt
für alle Zeit !

Gedichte



Halt mich

Auf einem Stein
inmitten sonnenglitzernden Wassers
genieße ich die Wärme,
rieche ich den Fluß,
spüre ich den Wind -
der mich umgibt
von allen Seiten
Er hält mich,
solange ich es möchte.
Das wünsche ich mir von Dir:
halt mich
ganz ganz lange,
unendlich -
bis die Zeit mit uns eins wird.

Gedichte




Natürliches Glücklichsein

In der Natur,
die mich umarmt,
fühle ich mich frei
und trotzdem geborgen.
Schön, dieses Gefühl, nicht alleine zu sein.

Worte kann sie nicht formulieren,
nein,
aber die Bilder,
die ich durch sie wahrnehme,
machen mich glücklich.

Farben, Formen, Geräusche ...
da braucht sie keine Worte.
Ich verstehe sie auch so.

Und dieses Gefühl,
inmitten dieses Wunders zu sein,
ist so stark.
Es ist ein Geschenk,
das ich jeden Tag erhalte -
einfach so.

Und als Dank
schenke ich ihr meine Aufmerksamkeit
für all das Leben,
was mich umgibt.

Ich nehme meine Umwelt wahr -
richtig wahr -
mit all den Sinnen,
die die Natur mir gab.

Und weil ich das kann
bin ich glücklich.

Natur, ich danke Dir
für dieses Gefühl
des Glücklichseins !

Gedichte




Vollmond

Mond,
der Du voll am Himmel hängst,
läßt dem Schwarz der Nacht keine Chance,
die Erde in Finsternis zu tauchen.
Stärker ist das glänzende Strahlen
als die Mattheit des Dunkels -
wenn auch nur für diese Nacht.

Gedichte




Hoffnungsschimmer

Müdigkeit trägt mich hinüber
in die Schwere des Schlafes
mit dem Hoffen
auf das Morgen,
getaucht in helles Licht des Lebens ...

Gedichte




Ausnahmebestätigung

Groß und Klein,
Dick und Dünn ...
Gegensätze ziehen sich an,
sagt man.

Du und Ich
... stoßen sich ab !
Ausnahmen bestätigen die Regel,
sagt man.

Gedichte




Einsicht I

Habe nie geglaubt,
daß die Medaille
zwei so verschiedene Seiten
haben kann.
Heute bin ich klüger !
Immer noch fast blind
von dem Glanz der einen,
zutiefst erschüttert
von der Fahlheit der anderen Seite.

Gedichte




Einsicht II

Sie trägt zwei Gesichter
mit sich herum.
Damals für mich unerkennbar.
Es bedurfte der bitteren Erfahrung,
beide wahrzunehmen.
Schrecklich,
mit ansehen zu müssen,
wie sie zum Monster wurde:
zwei Gesichter nebeneinander -
auf einem Hals.

Gedichte




Leider ...

Er liebt mich,
sagt er.
Jetzt, da alles vorbei.

Chance nicht erkannt?
Chance nicht genutzt?

Chance verpaßt,
sage ich.

Gedichte




Zeitlos

Die Zeit
sie läuft
unaufhaltsam.
Der Mensch,
über vieles erhaben,
würde am liebsten
sie manchmal anhalten wollen.
Die Zeit
sie läuft
unaufhaltsam.
Auch diesmal
vom Menschen nicht aufzuhalten:
und das ist gut so.

Gedichte




Wolkenbruch

Damals
konnte ich mich fallen lassen
bei ihm.
Es war so,
als ob ich auf Wolken landete,
unbeschreiblich schön ...
Dann -
völlig unerwartet -
rissen die Wolken auf -
ein Loch -
und ich fiel durch
ohne Halt
knallte zu Boden.
Trage heute noch die Wunden
die nicht heilen wollen.

Gedichte




Festung

Stein für Stein
legte er um mich,
bis sie stand
die Mauer,
die mich hielt
fest umschlossen.
Anfangs war sie Schutz,
später Bedrohung.
Nahm mir nicht nur
die Luft zum Atmen.
Erschütterung brachte
den Riß
in ihr.
Letzte Hoffnung,
die geblieben,
sprengte sie.
Um mich herum
liegen nun die Trümmer,
die es wegzuräumen gilt,
sobald die Kraft zurückgekehrt.

Gedichte




Eissplitter

Unter mir
schmilzt das Eis.
Hier und dort
reißt es ein,
bricht es auf.
Mit wackligen Beinen
rutsche ich zum Ufer -
das noch weit entfernt -
in der Hoffnung,
heil anzukommen,
ohne einzubrechen ...
und zu erfrieren.

Gedichte




Eingeäschert

Der Wind steht gut !
Ich verbrenne Dein Bild
mit der Gewißheit,
daß mir der Rauch
nicht ins Gesicht bläst.
Zurück bleibt nur Asche:
das ist aber auch alles.

Gedichte




Gedankenlos

Gedanken an Dich
schmerzen in meinem Kopf.
Wünsche mir manchmal,
ihn zu verlieren .

Gedichte




Sehnsuchtsvoll

Sehnsucht -
mehr als die Sucht
Dich zu sehen !

Gedichte




Wie eine Krankheit

Hast mich befallen
wie eine Krankheit.
Schwächst mich
eine zeitlang.
Irgendwann
bin ich immun.
Mein Widerstand
wird Dich abschmettern dann,
Krankheit,
deren Tage gezählt.

Gedichte




Lichtblick

Wünsche mir
nicht unbedingt Sonne
nach dem Nebel,
nur,
daß es wieder klar wird,
frei,
den Horizont zu sehen ...

Gedichte




Und es lebt doch ...

Scheinbar leblos
fällt es zu Boden,
das Laub -
abgestoßen vom Baum.

Scheinbar leblos
liegt es am Boden,
das Laub -
angenommen vom Erdreich.

Scheinbar leblos
dringt es ein
und wird zu Leben,
das Laub.

Unscheinbar,
doch es wird !

Gedichte




Lebenstanz

Durch Herbstsonne
goldgelb getünchtes Blatt
laß Dich los,
laß Dich fallen !

Gib Dich hin
der Aufforderung
des Windes,
der Dich führt
zum letzten Tanz
Deines Lebens.

Gedichte




Oase

Lasse Dich tragen
inmitten des Meeres
von der Leichtigkeit
der Wogen
hin zu der Insel,
auf der auch Du Dich
wirst ausruhen können,
irgendwann,
früher oder später ...

Gedichte




Ouvertüre

Im schleiernden
Nebellabyrinth
bahnen sich
zaghaft tastend
Sonnenstrahlen
ihren Weg hinaus ...

Gedichte




Tanze und tanze und tanze ...

Betörend,
berauschend
die Musik.
Momentelang
schwerelos schwebend
über dem Boden
unter meinen Füßen.

Gedichte




Jahreszeitenwechsel

Schneegänse
ziehen südwärts
im Dunkel der Nacht.
Kehren der schleichenden
Kälte des Winters
den Rücken
und nehmen den Weg
zum ewigen Sommer
mit freudigem Kreischen.

Gedichte




... so jungfräulich

Morgensonne
glitzert
im Tropfen
des Taus,
der leise rinnt
am schlummernden Grün ...

Gedichte




Lebenskraft

Das Feuer auszulöschen
wäre Dir fast gelungen.
Doch gegen den Windstoß,
der es weiterbrennen ließ,
kamst selbst Du nicht an.
Mittlerweile lodert es wieder,
daß die Funken sprühen.

Gedichte




Endlich I

Heute nun
lege ich es ab.
Befreie mich
vom schwarzen,
mit Tränen
befleckten Kleid.
Zu eng
schnürte es mich
bis zum Hals.
Tausche es
gegen das weiße,
mit Lächeln
geschmückte Gewand.
Genieße
den flatternden Stoff
um mich herum,
der wieder Luft mir
zum Atmen läßt
... endlich !

Gedichte




Endlich II

Getrocknet
die Tränen der Trauer
durch schallendes Lachen.

Verdrängt
die Mattheit des Dunkels
durch helles Licht.

Gewechselt
das Tief des Schwarz
durch bunte Farben.

Beendet
den kläglichen Sterbegesang
durch heitere Zukunftsmusik.

Besiegt
den Schmerz des Vergangenen
durch neue Hoffnung.

Beschritten
den Weg nach vorne
... endlich !

Gedichte




Abschied für immer

Uns am tiefen Abgrund
gegenüberstehend
verweilen wir noch ein letztes Mal.
Sehe vage
Deinen in der Ferne
gezeichneten Umriß
bald verschwinden.
Drehe nun um,
gehe fort
und frage mich,
ob Du wohl noch etwas
von mir wahrnimmst.
Vielleicht den Dir zugewandten Rücken,
der Abschied für immer bedeutet ?

Gedichte




Turm

Gefangen in Gefühlen
wie im Turm ohne Licht
befreie mich
indem ich aufhöre
zu denken an Dich.

Gedichte




Erregung

In Gedanken
bin ich bei Dir,
bin Dir nah.
Spüre Deinen Atem
auf meiner Haut.
Fröstelt mich
nicht vor Kälte.
Umschließe Dich
mit Vorsicht
möchte Dich nicht erdrücken
Du sollst spüren,
daß ich da bin.

Gedichte




Weihnachtszeit - Besinnungszeit

(Weihnachtsmarkt-Impression)

Gehe und lasse zurück die Einsamkeit.
Tauche ein in Massen von Menschen.
Um mich Leben
mittendrin
taumeln ohne Ziel.
Lasse mich tragen von ihnen
den Massen von Menschen.
Hastig eilend umher
unter ihnen -
doch immer noch allein.
Befreie mich
fast bewußtlos
getrieben zurück
zu ihr -
der Einsamkeit -
wartend auf mich.
Besinne mich
und empfinde Glück
allein zu sein.

Gedichte




Traurigkeit

Trauertränen
begießen
die Stätte
unter unseren Füßen
dort,
wo gebettet
das Leblose
inmitten
lebender Erde.

Gedichte




Ohne Sinn ...

Umhüllt von Einsamkeit
bedroht von allen Seiten
sinnlos kämpfend
rettungslos
mittendrin
im Sog
erbarmungslos gerissen
nach unten.

Gedichte




Kerzenschein

Kerzenlicht
sanfter Schleier
umhüllst das Sein
dämpfend
den grellen Schein.

Gedichte




Freier Fall

Hinabstürzen ins Dunkel
gezogen in die Tiefe
angelangt am Punkt
wo Hoffnung und Gleichgültigkeit
sich abwechseln.
Egal,
wie es zu Ende geht,
wissend, es geht
irgendwie
irgendwann
irgendwo ...

Gedichte




Nur noch Rauschen ...

Davongefahren
der Zug des Lebens.
Anschluß verpaßt.
Stehe da
schaue hinterher
höre nur noch
das Rauschen der Räder
auf den Gleisen.

Gedichte




Unendliche Weite

Wie eine Sternschnuppe
tauchtest Du auf:
faszinierend und hell.
Gefangen in Sehnsucht
Dich zu halten
verglühtest Du
der scheinbar momentelang
zum Greifen nah
vor meinen Augen,
die fassungslos
das Geschehene begriffen.

Verzweifelt im Bann
des Glanzes am Firmament
erkannte ich plötzlich
die unendliche Weite
zwischen Dir und mir -
die unüberwindbar.

Gedichte




Eintauchen in Vergangenes

Mit geschlossenen Augen
tauche ich ein in Vergangenes
und erkenne Dich vor mir
in der besagten Nacht.

Sehe Dein Lächeln
das mich verzauberte.

Höre Deine Stimme
die sachte zu mir sprach.

Fühle Deine Hände
die sanft mich berührten.

Spüre Deine Lippen
die zittrig den meinigen begegneten.

In dieser Nacht
siegte die Vernunft
über die Herzen.

Verließ Dich mit Stärke
obwohl ich Schwäche mir wünschte.

Heute
da weit Du entfernt
schmerzt der Gedanke an Dich
und macht mich schwach.

Heute
da weit Du entfernt
wünsche ich mir Stärke -
wie in dieser Nacht -
die ertragen mich läßt
das Eintauchen in Vergangenes
mit geschlossenen Augen.

Gedichte




Sommernachtstraum

Allein sein
mit mir
und den Gedanken
die schweifen
ohne Grenzen
falle ganz tief
versinke und bette mich
in Träume
wohlige Wärme
umgibt und hält mich
eine Weile.
Fröstelnde Kälte
holt mich zurück.
Allein,
immer noch allein.

Gedichte




Liebesglück

Weißt Du noch
in den Nächten der Zweisamkeit
umhüllt von magischen Klängen
die uns verzauberten.
Zusammen erlebten wir Glück
momentelang
im Traum
ohne Zwang
spürten nur noch uns
einander zugewandt
getaumelt
betrunken vom Liebesglück.

Gedichte




Grausames Grau

Sommerhimmel
voller Grau
grauenvoll
Sonne umnebelt
grausam unterdrückt
das helle Gelb
ist es doch da.

Gedichte




Herbstzeitlose

Honiggelbes Laub
getupft vom Purpurrot
im bunten Gewand ein letztes Mal leben -
scheinbar mit freudiger Hingabe
vorm endgültigen Abschied
im Wechsel der Zeiten
ohne Wahrnehmen der Spuren
des schleichenden Sterbens ...

Gedichte