Christina Telker




Der Wald

Der Wald liegt noch im Schlummer
nach rauer Wintersnacht,
die kahlen Zweige rauschen
der Sturm zeigt seine Macht.

Doch tut sich etwas regen,
ein Käfer ist erwacht.
Er spürt das neue Leben
weil heut die Sonne lacht.

Mit ihren güldnen Strahlen
dringt sie zum Erdreich vor.
Sie holt den Baum, das Blümlein
aus ihrem Schlaf hervor.

Auf einmal grünt uns sprießt es,
der Wald erhält ein Dach,
aus frischen, neuen Blättern
das hat die Sonn gemacht.




Käferfest

Kleine Käfer summen fröhlich
lustig, froh im Frühlingswind.
Wenn er auf dem Finger krabbeln
freut sich drüber jedes Kind.

Von dem Winterschlaf erwachet
strecken sie die Flügel aus.
Bei den ersten Frühlingsblüten
halten sie heut ihren Schmaus.

Bienen sammeln ersten Nektar
füllīn die Waben bis zum Grund.
Schmetterlinge tanzen Reigen
über Frühlingsblumen bunt.

Atme ein den Duft des Grases
lauf froh in den Sonnenschein.
Lass den Winter uns vergessen
uns an der Natur erfreun.




Osterspaziergang

Birken tragen erstes Grün,
Tulpen und Narzissen blühn.
In der Astgabel versteckt,
sehe ich ein Osternest.

Weißt du noch im vorgem Jahr,
war es da nicht sonderbar!
Keiner konnt das Nest mehr finden.
Das versteckt war bei den Linden.

Schau am Feldrain huscht ein Häschen
grade in den Wald hinein.
Wackelt noch mal mit den Ohren
bracht uns Eier, oh wie fein!

Kommt nun wolln wir aber suchen,
und dann schnell nach Hause gehn
Mutti wartet schon mit Kuchen
wird sich freuen uns zu sehn.




Schmetterlinge

Schmetterlinge sieht man tanzen,
lustig froh im Sonnenschein.
Und wir wünschten uns wir könnten,
auch ein lustger Falter sein.

Unsre Träume wollen fliegen
in den Sonnenschein hinein.
Wollen einmal nur vergessen,
dass die Erde ist so klein.

Einmal alles hier vergessen
nur noch Tanz und Fröhlichkeit.
Doch wie schnelle, viel zu schnelle
vergeht auch die schönste Zeit.

Darum wollen wir gemeinsam,
doch hier unten fröhlich sein
und an manchen kleinen Dingen
täglich uns aufs neu erfreun.




GastautorInnen bei "wortgetreu"